Oppenheim-Areal

Fünf-Villen-Projekt der Commerz Real AG

Das derzeit aus vier Gebäudeteilen bestehende Ensemble auf dem ehemaligen Oppenheim-Areal wurde zwischen 1912 und 1967 auf dem etwa 8.900 qm großen Grundstück (zwischen Oppenheim Straße, Elsa-Brändström-Straße und Konrad-Adenauer-Ufer) errichtet.

Das denkmalgeschützte Gebäude Oppenheim Straße 11 wurde 1912–1913 von dem Architekten Otto Müller-Jena als Verwaltungsgebäude für die Kölnische Feuer und die Kölnische Unfallversicherung AG, später Colonia Versicherung AG, errichtet und von ihr genutzt (1923–1983). Alfred von Oppenheim verkaufte 1989 seine Mehrheitsbeteiligung an der Colonia Gruppe an eine französische Firma, die später von AXA übernommen wurde.

An der Stelle des Bürogebäudes Elsa-Brändström-Straße 10, früher Riehler Wall 10, stand die von Eduard von Oppenheim vor 1900 errichtete Villa.

Der dazugehörige Garten erstreckte sich zwischen Elsa-Brändström-Straße (früher Riehler Wall), Konrad-Adenauer-Ufer (früher Kaiser-Friedrich-Ufer), Worringer Straße und Riehler Straße und wurde um 1900 in eine städtebauliche Nutzung überführt. In diesem Zusammenhang wurde auch die neu geschaffene Oppenheim Straße quer durch das ehemalige Gartengrundstück gelegt.

Im Adressverzeichnis von 1915 ist Freiherr Simon Alfred von Oppenheim (unter Riehler Wall 10) und im Adressverzeichnis von 1938 ist Freiherr Waldemar von Oppenheim als Bewohner (unter Kaiser-Friedrich-Ufer 107) ausgewiesen. Wir wissen nicht, was aus der Villa geworden ist. Sie ist vermutlich im 2. Weltkrieg zerstört worden.

1967 sind die Bürobauten Elsa-Brändström-Straße 8–10 errichtet worden (Foto s.o.).

Das Ensemble wurde 2007 von Sal. Oppenheim übernommen und 2008 umfassend modernisiert. 2019 wurde Sal. Oppenheim von der Deutschen Bank übernommen. 2021 hat die Commerz Real AG das ehemalige Oppenheim-Areal für ihren Immobilienfonds Hausinvest erworben und ein Konzept für die weitere gewerbliche Nutzung entwickelt, das Fünf-Villen-Konzept.

Es sieht Folgendes vor: Die beiden Bestandsgebäude in der Oppenheim Straße – das vordere Gebäude Oppenheim Straße 11 ist denkmalgeschützt – werden erhalten und im Innenbereich modernisiert. Die übrigen Bürogebäude werden abgerissen und durch drei verbundene Neubauten ersetzt, die gewerblich genutzt werden sollen.

Die Bauanträge sind bei der Stadt Köln eingereicht und auch bereits genehmigt. Die Gebäude sind weitgehend leer gezogen. Uns liegt noch keine Ankündigung vor, wann mit den Abriss- und Bauarbeiten begonnen werden soll.

Die Commerz Real hat das Fünf-Villen-Konzept im Gestaltungsbeirat der Stadt Köln vorgestellt. Die hier gezeigten Konzeptbilder stammen aus dieser Präsentation.

Das Konzept beeindruckt durch seine vielfältigen Elemente und Maßnahmen zur Minimierung der Umweltbelastungen und Maximierung der Energieeffizienz, auf die hier im Einzelnen nicht eingegangen werden kann.

Dem Denkmalschutz wurde u. a. auch dadurch Rechnung getragen, dass die Höhe der neuen Gebäude 2 m unterhalb der Firsthöhe des denkmalgeschützten Gebäudes bleibt (Das hätten wir uns auch bei der Neubebauung des ehemaligen Zurich-Areals gewünscht. Dort ist der Neubau 1,5 m höher als die danebenstehenden denkmalgeschützten Gebäude Riehler Straße 88/90, und das sieht nicht gut aus.) und dass das an der Rheinuferstraße vorgesehene Gebäude nicht die Sicht vom Rhein auf das denkmalgeschützte Gebäude verdeckt.

Für das Umfeld ist es verlockend, dass der Innenraum des Areals frei zugänglich sein wird und dass im Erdgeschoss des am Rhein gelegenen Gebäudes ein Restaurant mit Außengastronomie vorgesehen ist.

Die folgenden Bilder vermitteln einen Eindruck, wie das Fünf-Villen-Konzept umgesetzt werden soll:

Blick: Konrad-Adenauer-Ufer
Blick: Konrad-Adenauer-Ufer / Elsa-Brandström-Strasse
Blick: Elsa-Brandström-Strasse
Blick: vom Innenhof zum Rhein
Blick: vom Rhein in den Innenhof

(Fünf-Villen Konzept und Fotos: Commerz-Real und Architekt Caspar

Foto Oppenheim Villa: Stadtmuseum Köln/Sammlung Brokmeier)